Fliegen - Umweltsünde?

Reduktion der Umweltbelastung durch die Luftfahrt

Sind Ferien ohne Fliegen überhaupt möglich? Für die meisten Leute, für die eine Urlaubsreise nach Mallorca oder in ein anderes Land ein Muss ist, ist diese Vorstellung sicherlich ein Albtraum. Angesichts des dramatischen Klimawandels, treten aber solche Themen immer mehr in den Vordergrund. Während der Begriff "Umwelt" noch vor einiger Zeit am Rande des modernen Bewusstseins stand, nimmt er jetzt an Bedeutung zu. Um beurteilen zu können, ob die Reduktion der Umweltbelastung durch die Luftfahrt möglich ist, müssen erst die Problempunkte erläutert werden, die überhaupt der Luftverkehr für die Umwelt und die Menschen mit sich bringt. Dabei kommen folgende Themen infrage:

 

  Energie- und Raumverbrauch

 

  • Je nachdem, wie groß ein Flughafen ist, besitzt er mehr oder weniger Terminals und Start- und Landebahnen, für die Raum benötigt wird. Allein für die neue Landebahn, die Fraport in Frankfurt erbauen lässt, werden 176 Hektar geplant. Dafür müssen Landschaften und Wälder zerstört werden.  

 

  • Als Flugturbinenkraftstoff wird meistens Kerosin verwendet. Dieser Kraftstoff wird aus fossilen Brennstoffen, wie beispielsweise Erdöl, gewonnen, für die bisher jegliche Substitutionsmöglichkeiten fehlen.  



  Lärmbelästigung

 

  • Ein weiterer Kritikpunkt ist der Fluglärm: Er entsteht hauptsächlich durch die Triebwerke und durch die Luft, die das Flugzeug umströmt. Durch diesen Lärm leiden viele Menschen, die im Umkreis des Flughafens wohnen. Sie reichen daher zahlreiche Beschwerden bei Umweltbehörden ein oder ziehen um. Vor allem Nachtflüge stellen einen gesundheitlichen Risikofaktor für diese Menschen dar.

 

  • Durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen wurde belegt, dass lärmbedingter Stress Bluthochdruck, Depressionen, Herzinfarkt, bis hin zum Einstieg in Medikamentenmissbrauch fördert. So sehen viele einen Zusammenhang zwischen ihren gesundheitlichen Beschwerden und dem Fluglärm. Es steht immer wieder zur Debatte eine Kernruhezeit (z.B. von 22 bis 6 Uhr) oder überhaupt ein Nachtflugverbot einzuführen. Die Fluggesellschaften selbst tendieren zur Änderung der Flugrouten, da das Entbündeln der Abflüge nach Westen und Osten zur Lärmverteilung beiträgt. Daher hat z.B. Fraport eine neue Nordwestlandebahn errichten lassen, damit die Flugzeuge andere Strecken fliegen können.

 

  Luftverschmutzung 

 

  • Kondensstreifen sind die weißen Streifen, die am Himmel entstehen und von Flugzeugen ausgehen. Diese sind nur eins von vielen sichtbaren Zeichen des klimaschädlichen Luftverkehrs. Sie führen zur Veränderung der natürlichen Wolkenbildung und regen zur Bildung neuer Wolken an. 

 

  Schadstoffemissionen CO2 und NO (Treibhauseffekt)

 

  • Zusätzlich trägt der Luftverkehr zur Aufheizung der Erdatmosphäre und Zerstörung der Ozonschicht bei. So werden während des Flugs, Verbrennungsprodukte und Emissionen freigesetzt, die starke Auswirkungen auf das Klima haben. Vor allem durch Stickoxide (NOx) und den Ausstoß von Treibhausgasen wie z.B. Kohlenstoffdioxid (CO2) wird der anthropogen verursachte Treibhauseffekt vorangetrieben.

 

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